When in Ireland: Chapter 3

When in Ireland: Chapter 3

Nachdem wir den Beginn und die ersten paar Tage meiner Reise so easy peasy lemon squeezy Revue passieren haben lassen, kann es ja nun mit den nächsten Tagen weitergehen:

Tag vier: Dublin

Ab dem vierten Tag bis zum Ende meiner Reise war ich allein unterwegs, da das Aupair-Jahr meiner Freundin geendet hat. Allein sein, allein in Cafés sitzen, allein essen, allein auf Bustouren gehen… All das habe ich mir viel schwerer vorgestellt, als es rückblickend war. Tatsächlich war es unheimlich entspannend, genau das zu machen worauf man selbst gerade Lust hat. Ich musste mich nicht nach jemandem richten, ob er gerne wandert oder es hasst, in Museen zu gehen. Hatte ich Lust drauf, wurd’s gemacht. Diese Unabhängigkeit hat mir unheimlich gut gefallen und gut getan.

Am vierten Tag wollte ich Dublin erkunden, da ich vorher nur die O’Connell Street, den Park und ein paar Ecken gesehen hatte. Ich bin absolut kein „Touri-Traveller“, dennoch wollte ich mir ein paar Museen nicht entgehen lassen, besonders da das Wetter keine Chance für jegliche Außenaktivitäten gelassen hat. Nach dem Trinity College und der National Library, dem Museum of Art und Museum of Archaeology, einigen Galerien und kleinen Geschäften bin ich durch ein paar kleine Straßen gelaufen, um mir einfach nur die Häuser anzusehen. Ich weiß nicht warum, aber das mache ich immer, egal wo ich bin. Ich finde nämlich, dass die Häuser oder Wohnungen, Gebäude und Architekturen den Charakter des Landes auf eine ganz andere Art widerspiegeln.

 

Tag fünf: Dalkey

Tag fünf war einer meiner Lieblingstage. Dalkey liegt an der Ostküste und ist von Dublin aus in einer halben Stunde mit dem Zug zu erreichen. Aus dem Zug ausgestiegen bin ich einfach mal losgelaufen und zuerst am Coliemore Harbour angekommen. Ich bin der Straße gefolgt und im Dillon’s Park gelandet. Kurz danach bin ich am Strand weiter gelaufen und kam dann zur Hawk Cliff. Durch die Sonne war es extrem warm. Deshalb war es eine angenehme Abkühlung, mit den Füßen durch das eiskalte Wasser zu laufen. Danach bin ich die Killiney Hill Road hochgelaufen. Nach dem wirklichen steilen Anstieg hatte ich eine wundervolle Aussicht von oben, zum Beispiel auf Whiterock, wo ich kurz vorher unten am Strand saß.

Ich bin praktisch von Dalkey nach Killiney gelaufen, was zirka zwei Stunden gedauert hat. Aber die Aussicht und die netten Menschen waren das auf jeden Fall Wert! Im Killiney Hill Park habe ich den Golden Retriever namens Courage kennengelernt, der seine Besitzerin gesucht hat. Die Stunde, die ich mit Courage verbracht habe, war die coolste Stunde überhaupt. Courage war sehr zutraulich, weshalb wir gleich Freunde wurden. Wer mich kennt, weiß, dass ich in der Nähe von Tieren (besonders Hunden) sofort aufblühe. Wir waren praktisch von Anfang an Seelenverwandte! Ich habe eine PR-Managerin kennengelernt, die dort mit ihren Hunden spazieren gegangen ist. Mit ihr konnte ich die Besitzerin von Courage ausfindig machen.

Danach bin ich auf großen Steinwänden gelaufen, an denen sich Kletterer entlang gehangelt haben. Später habe ich herausgefunden, dass diese Steinwände Dalkey Quarry heißen und ein beliebter Kletterort ist. Ich weiß zwar nicht, ob man beim Klettern auch auf die Aussicht schaut oder ob man nur auf die Steinwand vor einem schaut… Aber bei der Aussicht kann man verstehen, warum Dalkey Quarry so beliebt ist.



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